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Rechenschwäche/Dyskalkulie auf dem Gymnasium und der Realschule?

"Ich habe Dyskalkulie!" Bitte was? So oder so ähnlich werdet ihr reagiert haben – und damit seid ihr nicht allein. Denn kaum einer kennt diese "Krankheit". Menschen, die wie Carolin Beck unter ihr leiden, haben eine Matheschwäche.

"Dyskalkulie ist so etwas wie die Lese- und Schreibschwäche bei Legasthenikern – nur in Mathe. Ich habe immer alles auswendig gelernt, von Grundrechenarten bis zum Einmaleins. Konnte Lösungen auswendig. Ich hab mit Fingern gezählt. Dieses Talent habe ich mir bis heute beibehalten. Ich kann mit Fingern über den Zehner bis mindestens 20 rechnen. Ich stelle mir dabei die Finger nach 10 vor.“

Caro&Wolfgang

Es sieht aus wie Nachhilfe, ist aber keine. Carolin Beck hat eine Mathe-Lernschwäche; mit ihrem Therapeuten Wolfgang Hoffmann lernt sie, wie sie im Unterricht mithalten kann. Foto: Dinslage

„Meine auswendig gelernten Lösungswege habe ich einfach niedergeschrieben, dabei verstand ich den Sinn nie. Ich brauchte für Hausaufgaben unendlich lange und bei Mathe Unterstützung. Es gab viel Gezeter und Geschrei. Wenn wir mit Größen oder Einheiten in der Schule rechneten, mussten meine Eltern mir alles abwiegen, damit ich Anschauungsmaterial hatte.

Aufgeflogen

Das ging so durch die Grundschule gut, jedoch auf dem Gymnasium ist meine "Theorie des Auswendiglernens" aufgeflogen: Es hagelte Fünfen und Sechsen. Dezimal- und Bruchrechnung muss man verstehen, da hilft kein vorgegebenes Raster zum Auswendiglernen. Ich verzweifelte, obwohl ich lernte und lernte. Da ich mich nun voll auf Mathe konzentrierte, litten meine restlichen Fächer und ich sackte in der Schule total ab. Meine Eltern machten sich Sorgen. Im Internet stießen sie schließlich auf das MLZ, das Mathematisch Lerntherapeutische Zentrum in Dortmund. Wir vereinbarten einen Termin und ich wurde daraufhin dort auf Dyskalkulie getestet – positiv.

 
Nach dem ersten Schock arbeiteten meine Eltern, mein Therapeut und ich weitere Schritte aus. Seitdem fahre ich jeden Freitagnachmittag ins MLZ. Anfangs holten mein Therapeut Wolfgang und ich die Lücken aus der Grundschulzeit auf (wohlbemerkt war ich zu diesem Zeitpunkt in der 8. Klasse!), mittlerweile sind wir auf dem aktuellen Stand meines Mathematikunterrichts.
 
Keine Bauchschmerzen.
 
Die Therapie ist eigentlich wie eine Einzel-Nachhilfe. Es wird dann am Freitag durchgesprochen und erklärt, was es die ganze Woche mathe-mäßig Neues gegeben hat und Altes wird wiederholt. Wolfgang und ich sind inzwischen gut aufeinander eingespielt, er sieht mir schon an, wenn ich nur so tue, als hätte ich es verstanden, und es macht mir echt Spaß, dort zu lernen. Ich sehe Erfolge und es ist einfach viel lockerer als im Mathe-Unterricht. Ja, inzwischen krieg ich keine Bauschmerzen mehr beim Gedanken an Mathe."


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