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Ratschläge für Eltern rechenschwacher Kinder


Wie können Eltern auf die Rechenschwäche ihres Kindes reagieren?

Wenn es sich erwiesen haben sollte, dass das eigene Kind mit der Mathematik in grundsätzlicherem Sinne auf Kriegsfuß steht, dem mit etwas Üben des Schulstoffes nicht abzuhelfen ist, stehen Eltern in einer Entscheidungssituation: Was tun? Ein paar allgemeine Gesichtspunkte seien hier beigesteuert ohne Anspruch, jedem Einzelfall gerecht zu werden. Das ist in dieser Form auch gar nicht möglich.

Nichts unternehmen

Lerntempo, Aufgewecktheit, Lernenergie u.a. mögen sich im Laufe der Entwicklung eines jungen Menschen ändern, Aha-Erlebnisse kommen immer wieder mal vor. Soweit, so gut. Da kann man abwarten. Grundlegendes Un- oder Mißverständnis gegenüber der Mathematik duldet jedoch so eine Entscheidung nicht. Denn schnell geht der Stoff weiter, und die psychische Defensive nimmt zu. Kinder der zweiten Klasse sind von der psychischen Disposition her in aller Regel leichter zu therapieren, als wenn sie erst einmal vier Jahre Scheitern auf dem Buckel haben.

Kontakt zur Schule aufnehmen

Nehmen Sie auf jeden Fall Kontakt mit der Lehrkraft Ihres Kindes auf. Setzen Sie sich in Ruhe mit ihr zusammen und schildern die Probleme, die Sie mit Ihrem Kind haben. Bleiben Sie dabei unbedingt bei der Sache! Schuldzuweisungen helfen gar nichts! (siehe auch 5. Eltern&Schule - einige Ratschläge zu einem nicht immer unproblematische Verhältnis).

Fragen Sie die Lehrkraft nach weiteren schulischen oder außerschulischen Möglichkeiten, wenn der angebotene Förderunterricht aus beidseitiger Sicht nicht ausreichend erscheint. Prinzipiell sollten Sie jede außerschulische Förderung mit der Lehrkraft absprechen. Nach 3-4 Monaten sollte dann in einem gemeinsamen Gespräch eine inhaltliche (nicht notenmäßige!) Bilanz gezogen werden. Hat sich keine Verbesserung ergeben, sollten Sie sich den Weg zu einer mathematikspezifischen lerntherapeutischen Facheinrichtung überlegen.
Weitere Informationen zum Thema Eltern & Schule finden sie
hier.

Selbst in die Hand nehmen

Versuchen Sie es, wenn Sie Fragen nach der notwendigen Zeit dafür, nach Ihrer Energie für diese berufsfremde Pflicht, nach Kenntnis der Materie bzw. den Möglichkeiten, sich diese zu beschaffen, positiv beantworten können. Auch darf der Geduldsfaden nicht bereits unter Materialermüdung leiden. Und die Beziehung zwischen Eltern und Kind gerade in einer solchen Lernsituation muß für eine solche Belastung - und das ist dieses Vorhaben - stabil genug sein.
Bitte bedenken Sie: "Die Eltern sind die schlechtesten Nachhilfelehrer, denn sie sind emotional zu eng mit ihrem Kind verbunden. Die vermeintliche Hilfe endet häufig mit Tränen auf beiden Seiten." (Prof. J. H. Lorenz). Leider ist dies auch häufig unsere Erfahrung.

Die Tante (Nachbarin) soll ran

Auch hier gilt alles obige. Der Vorteil einer solchermaßen vertrauten Person liegt darin, daß sie etwas entfernt vom unmittelbaren Familienalltag ist.

Nachhilfe und Nachhilfematerial

Soweit es sich um reines Pauken handelt, ist diese Mühe bei einem rechenschwachen Kind notwendig vergeblich. In Zweifelsfällen empfiehlt es sich, eine zeitliche Frist zu setzen, etwa ein Viertel bis ein halbes Jahr, währenddessen inhaltliche (nicht notenmäßige) Fortschritte erkennbar sein sollten. Es sollte sich dabei um eine ausgebildete Lehrkraft oder auch Sonderpädagogen handeln, möglichst mit Berufserfahrung. Handelt es sich beim Nachhelfen um das mehr oder weniger stupide Ausfüllen von Arbeitsblättern, ohne daß sich die Lehrperson individuell über die ganze Zeit um das Kind erklärend bemüht, ist die Hilfe meist zwecklos. Auch Lernprogramme für den PC können keine auf das Kind konzentrierte Lehrkraft ersetzen. Sie sind (genauso wie Arbeitsblätter oder Anschauungsmaterial) ein Baustein unter vielen, die dem Kind weiterhelfen können. (siehe auch: 8.Wie finden Eltern und Lehrer die richtige Hilfe?“).
Die Hilfe sollte in Einzelfallbetreuung erfolgen. Je nach Kind ist auch eine Betreuung von zwei Kindern erfolgsversprechender. Eine größere Gruppe halten wir für unangemessen und nicht erfolgsversprechend.

Wie paßt das Aufholen in den Alltag des Kindes?

Auch wenn die freie Zeit dafür knapp ist, kündigen Sie auf keinen Fall Judo, wenn das ganze Herz daran hängt. Statt des Lieblingssports ausgerechnet Mathe zu betreiben, ergibt eine Motivationslage seitens des Zöglings, die wir keinem ohne weiteres wünschen.

Eine gezielt ansetzende lerntherapeutische Maßnahme

Selbstredend halten wir diese für die vernünftigste Konsequenz, wenn alle anderen Hilfestellungen kein positives Ergebnis gezeitigt haben oder erst gar nicht in Frage kommen.

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