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Ratschläge für Eltern rechenschwacher Kinder

Tipps für das Üben mit rechenschwachen Kindern

Um disfunktionales Üben zu vermeiden sowie elterliche Geduld und kindliche Motivation nicht vorschnell zu erschöpfen, ist es unerlässlich, sich folgende Gesichtspunkte zu Herzen zu nehmen:

Verstärken Sie nicht die Wirkung einer schlechten Note!

Üben Sie in (vorher verabredeten) für das Kind überschaubaren Zeitabschnitten und stressfrei. Das Kind muss ein Ende der Unannehmlichkeit absehen können (15 bis 30 Minuten).

Vergewissern Sie sich vor dem Üben des Defizits beim Kind. Sie müssen ein klares Bild davon haben, was an dem jeweiligen Stoff nicht oder falsch verstanden wurde.

Verschaffen Sie sich einen Eindruck von der Art und Weise der kindlichen Denkvorgänge im Umgang mit der Mathematik.

Steigen Sie beim Üben unbedingt unterhalb der zu erwartenden Schwierigkeit ein und nicht gleich mit ihr (also da, wo sich das Kind noch sicher fühlt). Sie erzeugen sonst prompte Mut- und Lustlosigkeit.

Weil Kinder sehr ergebnisorientiert sind, lenkt das Ausrechnen manchmal vom Verstehen des Sachverhaltes ab. In diesen Fällen empfiehlt es sich, das Ausrechnen sein zu lassen.

Hüten Sie sich vor Eselsbrücken gerade bei unverstandenen Gebieten.

Lösen Sie sich davon, auf Antworten lediglich mit richtig und falsch zu reagieren, denn

  • oftmals sind auch richtige Antworten aus falschen Gründen entstanden und

  • Sie haben mit der Nennung einer richtigen Lösung nichts erklärt.


Versuchen Sie stattdessen, aus der Kinderantwort eine Problemstellung zu verfertigen, in der das Kind mit seiner (Un)Kenntnis zu argumentieren versucht.

Bestehen Sie auf dem Ausformulieren von Problemstellungen oder Antworten, und lassen Sie sich nicht mit Brocken abspeisen.

Achten Sie auf Ihre sprachlichen Formulierungen, wenn Sie erklären. Wechseln Sie. Oftmals versteht ein Kind Worte nicht oder anders.

Versuchen Sie, sich bezüglich Mimik und Verhalten in bezug auf richtige oder falsche Antworten möglichst nicht ausrechenbar zu machen.

Ebenso sollten Sie das Übungsmaterial zum Teil unberechenbar machen, um zu vermeiden, daß das Kind statt zu sortieren nur mit Schemata um sich wirft.

Grundsätzlich gilt eine richtige Lösung erst als richtig, wenn das Kind gute Gründe für seinen Rechenweg anzuführen weiß.

In der Regel denken die Kinder etwas, auch wenn das Resultat nicht danach aussieht. Wenn möglich, teilen Sie dem Kind mit, was und wie es gerade gedacht hat. Das macht es ihm leichter, sich zu ordnen.

Verbalisieren Sie zwischen den Übungen und nach dem Üben noch einmal klar und unterscheidbar, was geübt wurde, was das Wesentliche daran war und was falsch lief.

Schimpfen Sie nicht über mangelnden Willen, wenn es nicht klappt. Oft will das Kind, kann aber nicht bzw. weiß nicht, was es machen soll.

Vergessen Sie nicht: Ein rechenschwaches Kind verausgabt wesentlich mehr Energie und Konzentration als ein Kind, das die Dinge einfach beherrscht. Es sieht mehr Möglichkeiten, hat umständlichere Rechenwege usw.

Es ist letztlich besser, Lob und Tadel aus der Sache heraus und an ihr zu formulieren, statt leeren Gestus zu praktizieren.

Ebenso empfiehlt es sich, von der Dokumentation persönlicher Enttäuschung, Betroffenheit und sonstigen moralischen Tiefschlägen abzusehen.

In diesem Sinne ist es auch ratsam, entsprechend vernichtende Gespräche mit anderen (Lehrern, Therapeuten usw.) über das Kind in dessen Anwesenheit zu unterlassen. Sich schämen wirkt nicht motivierend.

Achten Sie darauf, daß das Kind nicht mangelnde Leistung in Mathematik mit mangelnder Intelligenz gleichsetzt, weil
  • dies nicht stimmt und

  • damit jeder Grund, Defizite zu beseitigen, entfällt.



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